Die Börbenstriet

Ab in die Börbenstriet! Ein Bummel durch die Buttjerwelt

Sie ist in keinem Stadtplan zu finden. Sie müssen schon selbst nach Minden kommen und dort nach dem Weg fragen. „Die Börbenstriet?“ Wundern Sie sich nicht über das breite Grinsen. Bleiben Sie ruhig, lächeln Sie zurück. Der Mindener wird Ihnen gleich freundlich den Weg weisen. Er hat Sie als Eingeweihten erkannt.

Blick in die Börbenstriet - früher
Die „Börbenstriet“ genannte Simeonstraße hat ihr Aussehen über das letzte Jahrhundert bewahrt. Das linke Foto stammt aus der Zeit vor 1911. Seither hat die Simeonskirche einen steinernen Glockenturm. Und die „Buttjersprache“ etablierte sich. Unverwechselbar und echt – nur in Minden. © Mindener Kommunalarchiv
Blick in die Börbenstriet
(Fast) Unverändert und unverkennbar: Ein aktuelles Foto der Börbenstriet. © Kai Bartling

Denn Minden an der Weser, wo unsere Agentur, Concept-Design Heumann, zu Hause ist, spricht seine eigene Sprache. Die Bezeichnung „Börbenstriet“ gehört dazu. Zur Buttjersprache. Eine Sprache, die nur der Eingeweihte (i.e. Buttjer = Bewohner Mindens) versteht. Eine Sprache, an der man sich überall auf der Welt gegenseitig als Mindener erkennt.

Nein, die Buttjersprache ist kein Dialekt wie das ebenfalls hier verbreitete Plattdeutsch. Sie ist eine eigene Sprache, eine Sondersprache, und hat – das ist höchst-wissenschaftlich verbrieft (Dr. Klaus Siewert, Die Mindener Buttjersprache, Entstehung ca. 16. Jh.) – schon seit rund 100 Jahren den Status einer Geheimsprache! Nun stehen Sie also oben in der Börbenstriet. Vermutlich meimelt1 es so vor sich hin. Das alte Kopfsteinpflaster glänzt. An der Ecke oben beim Bäcker gibt es schuckere Kniften, die kann man sich prima verkasematuckeln so zwischendurch2. Die Chalos von nebenan ramentern, dass sie sich welche verpletten wollen3. Völlig unbeeindruckt natscht ein Keileff4 die Straße hinunter. Folgen Sie ihm. Von hier schwingt die Börbenstriet in einer leichten Kurve auf knapp 200 Metern von der historischen Oberstadt hinunter bis quasi direkt vor die Tür unserer Kommunikationsagentur.

Diese enge Straße, jedes der schmalen alten Häuser mit dem großen Platz am Ende hat viel gesehen: Karl den Großen, den Alten Fritz und seine langen Kerls, schwedische, französische und englische Soldaten, aber auch Heinrich Heine, den Baumeister Schinkel und Kaiser Wilhelm (dem 1.). Und die endlosen Generationen der Mindener, die sich in ihrer Buttjersprache über all das ausgetauscht haben, was in dieser Straße und in dieser Stadt passiert ist.

So gesehen führen wir als Agentur für Kommunikation die Tradition dieser Straße konsequent fort: Informationen perfekt zu verpacken und an die weiterzugeben, die es angeht – in genau der Sprache, die die Zielgruppe versteht. Ebenso konsequent heißt unser Magazin „Börbenstriet“. Von jetzt an möchten wir Sie regelmäßig mitnehmen auf eine Reise in die vielfältige Welt der Kommunikation. Oder ganz bodenständig einfach nur nach Minden an der Weser, die Börbenstriet mit all ihren Geschichten hinunter und mitten hinein in unsere Agentur. Wann immer Sie Ihr Weg nach Minden führt, verfahren Sie bitte wie eingangs beschrieben. Sie sind bereits jetzt sehr herzlich auf eine schuckere Schatuljenbrühe5 eingeladen!

1regnet; 2leckere Brote, die man zwischendurch prima essen kann; 3Die Jungs von nebenan drohen sich Schläge an; 4läuft ein Hund; 5auf einen guten Kaffee